Benachrichtigung zur Deportation für Hertha Bachmann (1893-1984) (Abschrift)

Geheime Staatspolizei Leipzig

2004/131/2
Archiv
Postmitteilung
Papier, Tinte
Leipzig 8.2.1945
Höhe: 29.7 cm Breite: 21 cm
Schenkung von Ralf Bachmann
Maschinenschriftliche Abschrift eines Briefes der Geheimen Staatspolizei Leipzig (gez. Gödecke) an Hertha Bachmann, sich am 13.02.1945 im Sammellager Zillerstrasse einzufinden, um von dort aus nach Theresienstadt deportiert zu werden. ("Sie sind zum Arbeitseinsatz nach dem Altersghetto Theresienstadt bestimmt [...]." Der Brief enthält detaillierte Anweisungen zur Erreichbarkeit des Sammellagers, zum Zurücklassen von Kindern, Haustieren und der Wohnung(-sschlüssel) und zur Mitnahme von Gepäck, Geld und Unterlagen. Außerdem droht die Gestapo mit "Schutzhaft", falls der Aufforderung nicht Folge geleistet wird. Die vorliegende Benachrichtigung zur Deportation musste beim Eintreffen im Sammellager abgegeben werden. In diesem Fall hat sich eine Abschrift erhalten, da Hertha Bachmann ihren Sohn Ralf bat, den Brief vorher auf der Schreibmaschine abzutippen. Hertha Bachmann war sehr wahrscheinlich auf dem Transport, der am 14.02.1945 in Frankfurt/Main startete und über Leipzig nach Theresienstadt geführt wurde, wo er am 18.02.1945 mit 616 Personen eintraf.

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