Sammeldatensatz: Vier Fotografien des Warenhauses Ury in Leipzig während der "Weissen Wochen"

Max Taggeselle Fotoatelier

2006/182/0/1-4
Fotografische Sammlung
Fotografie (s/w)
Fotografie auf Silbergelatine-Barytpapier
Leipzig 1927 bis 1930
Insgesamt vier Fotografien auf Passepartout und Albumseitenkarton zur Dokumentation der Weissen Wochen des Kaufhauses Ury in Leipzig von 1927-1930

"Weisse Wochen" waren viel beachtete Verkaufsaktionen, bei denen es sich um große Sonderverkäufe von Wäsche und Weißwaren (Porzellan etc.) handelte. Hermann Tietz erfand 1901 die "Weissen Wochen", gezielter Abverkauf weißer Meterware von Leinen, Kleider- und Wäschestoffen im sonst eher umsatzschwachen Februar jeden Jahres. Die Häuser verwandelten sich innen und außen in eine Sinfonie von strahlendem Weiß. Bald schon wurden nicht nur Stoffe angeboten, sondern alle denkbaren Artikel in weiß oder in hellen Farbtönen (Damen- und Herrenoberbekleidung, Haushaltsartikel, Porzellan,...)
Die Weissen Wochen wurden durch Einsatz der elektrischen Außenbeleuchtung und Lichtreklame und die Gestaltung der Schaufenster inszeniert.
Die Weissen Wochen wurden zum Allgemeingut des Einzelhandels. Sie fanden bald schon nicht nur in den Tietz-Häusern statt, sondern überall zeitgleich.
(Quelle: Nils Busch-Petersen, Oscar Tietz: von Birnbaum, Provinz Posen zum Warenhauskönig von Berlin, 2004, JMB: IV.Tietz1118)


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