Abschiedsbrief von Gertrud Striem (1883-1942) an ihren Sohn Rolf (1907-1985) vor ihrer Deportation nach Theresienstadt

Gertrud Striem (5.11.1883 - 26.9.1942)

2006/57/960
Archiv
Papier, Tinte
Berlin 9.8.1942
Höhe: 21 cm Breite: 14.5 cm
Schenkung von Stephanie Wells
Brief, handschriftlich, 2 Seiten.

Abschiedsbrief, den Gertud Striem kurz vor ihrer Deportation nach Theresienstadt an ihren Sohn Rolf Striem in das Exil nach Bolivien schrieb.
Gertrud Striem wurde am 26.09.1942 in Treblinka ermordet.

"Mein einzig gel. guter Junge, es ist mir schwer ums Herz, wir müssen am 12ten nach Theresienstadt abwandern, ist es eine Interimszeit so will ich gern alles Traurige in Kauf nehmen, denn dann winkt ja die Wiedersehensfreude mit meinem gel. Kind, nach dem ich mich in den langen Jahren der Trennung vor Sehnsucht verzehre. "
"Sollte es das Schicksal anders wollen & wir uns nicht mehr wiederfinden, dann denk dran, daß ich nur für dich gelebt habe, immer dein Bestes wollte & das größte Glück für dich ersehnt habe. ... Behalte uns im Herzen, wie wir dich, sonst könnten wir diesen schweren Weg nicht gehen."

Wissen Sie mehr zu diesem Objekt?
Haben Sie vielleicht einen Fehler gefunden?

Schreiben Sie uns:

Nach oben springen