Brief von Arnold Bernstein (1888-1971) aus der Untersuchungshaft an seine Frau

Arnold Bernstein (23.1.1888 - 6.3.1971)

2007/35/109
Archiv
Postmitteilung
Papier, Tinte
Hamburg 5.2.1937
Höhe: 21 cm Breite: 14.9 cm
Schenkung von Ronald Barnes
Briefbogen der Hamburgischen Gefangenenanstalt HH I (Untersuchungsgefängnis), Holstenglacis 3.

Beidseitig handschriftlich beschrieben.

Einmal wöchentlich konnte Arnold Bernstein nach seiner Verhaftung am 25.01.1937 in Berlin seiner Frau aus der Untersuchungshaft schreiben. Insgesamt sind 49 Briefe von ihm aus der Zeit zwischen Februar 1937 und Januar 1938 erhalten geblieben.

Textauszug, 1. Seite:
"[...] Für Dich gilt jetzt dasselbe wie für mich. Nerven behalten! Will Sorge, Kummer, Kränkung hochsteigen, kämpfe sie herunter. Jedes Gehenlassen schadet und nimmt etwas von unserer Widerstandskraft. Gewiß, es ist bitter. Nach diesen Höllenjahren von Arbeit & Aufregung die Reederei glücklich an das rettende Ufer geführt zu haben, und dann das! Aber ich halte den Kopf hoch & vertraue darauf, dass sich alles zur Zufriedenheit der Behörden aufklären wird & diese Zeit bald wie ein böser Traum hinter mir liegen wird.[...]"

Wissen Sie mehr zu diesem Objekt?
Haben Sie vielleicht einen Fehler gefunden?

Schreiben Sie uns:

Nach oben springen