Widmungsplakette für die Inhaber der Herrenwäschefabrik Müller und Sussmann anlässlich eines Geschäftsjubiläums

2008/16/58
Alltagskultur
Holz, Messing, Silber
Berlin 1.12.1921
Höhe: 15.5 cm Breite: 24.5 cm Tiefe: 1.5 cm Höhe mit Kette: 22,5 cm
auf dem Metallschild, rechts unten (punziert): [Halbmond; Reichskrone;] 800; [ein weiteres, schwer erkennbares Symbol]
Schild: "Den Inhabern der Firma / MÜLLER & SUSSMANN / anläßlich des / fünfzigjährigen Geschäftsjubiläums / zum dauernden Andenken gewidmet / von den kaufmännischen Mitarbeitern / 1871 - 1. Dezember - 1921"; Plakette: "MS"
Schenkung von Albert W. Miller, früher Müller
Das metallene Firmenschild der Herrenwäschefabrik Müller & Sussmann ist auf einem dunkelbraunen Holzträger montiert. Die silberne Metallplatte trägt die siebenzeilige Inschrift, die von zwei erhabenen, kordelartigen Linien flankiert wird. Neben den Linien befindet sich jeweils ein mit Eichenlaub verzierter, ovaler Metallbeschlag mit einer Öse an dem jeweils eine Metallkette hängt. Die beiden Ketten sind über eine mittig hängende, wappenartige Plakette verbunden. Auf der Plakette befindet sich ein ineinander verschränktes Monogramm, das Firmenlogo der Firma Müller & Sussmann. Auf der Rückseite des Schildes ist im Holz eine Vorhängeaufrichtung vorhanden.

1871 gründete Abraham Müller in Berlin die Herrenwäschefabrik Müller & Süssmann und baute sie stetig aus. 29 Jahre später zog die Firma in neue und größere Produktionsräume in der Rungestraße 17, ganz in der Nähe der Jannowitzbrücke. Hier wurden unter anderem Hemdkragen gefertigt, die zu festlichen Anlässen auf einen Stehkragen aufgesteckt wurden.
1938 wurde die Firma "arisiert". Alfred Müller, der Sohn des Gründers, nahm das Firmenschild und andere Objekte zur Firmengeschichte mit in die Emigration in die USA. Das Gebäude in der Rungestraße hat den Krieg unbeschadet überstanden und steht noch heute.


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