Erwin Panthauer (1925-2008) bekommt von Gerd Punscher (1924-1942) Reisschleim serviert

2008/311/31/002
Fotografische Sammlung
Fotografie (s/w)
Fotografie auf Karton montiert
Berlin-Prenzlauer Berg 1936 bis 1938
Schenkung von Leonie und Walter Frankenstein
Fotografie (s/w), quadratisch, Büttenrand, oben mittig auf S. 32 eines Fotoalbums.
Mittig über der Fotografie (hs. mit Bleistift): "93"
Unten rechts auf der Seite (hs. mit Bleistift): "32".

Zu sehen sind zwei Jugendliche an einem Tisch. Der Linke (Erwin Panthauer) sitzt. Er tägt eine helles Hemd sowie eine mitteldunkle Jacke. In seiner linken Hand hält er eine helle Tasse, in die er missbilligend hinein blickt. Der andere (Gerd Punscher) steht rechts neben ihm. Er trägt ein helles Hemd und eine dunkle Jacke. In beiden Händen hält er einige Tassen. Im Hintergrund sind zweifarbige Wände sowie zwei Gemälde zu sehen.

Die Frau des Direktors, Selma Plaut, achtete sehr auf gesunde Ernährung. Zweimal in der Woche gab es Reisschleim im Auerbach'schen Waisenhaus für jene Zöglinge, die etwas "schwach" aussahen. Walter Frankenstein mochte Reisschleim nicht. Am Schabbat, am Samstagmorgen, gab es ein Stück Kuchen und damit verhandelte man. Walter machte mit Erwin aus, dass er seinen Reisschleim trinkt und dafür sein Stück Kuchen bekommt.
(Interview Walter Frankenstein, 07.11.2008)

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