Erinnerungsalbum zur Geschichte der Firma M. Mosberg

2009/126/0
Archiv
Papier, Fotografie, Druck
Bielefeld u.a. 1890 bis 1937
Höhe: 16.5 cm Breite: 22.2 cm Tiefe: 3.4 cm
Papierband, vorne aufgeklebt (Schreibmaschine): "Pictures of M. MOSBERG, Bielefeld, Germany"
Aubrey Pomerance: "Das Mekka der Zimmerleute" : die Firma M. Mosberg in Bielefeld, in: JMB Journal : Jüdisches Museum Berlin. - (2010/11), H. 3 : Business, S. 42 - 45
Schenkung von Leo Klag in Erinnerung an Hans John Mosberg und Reva Mosberg
Album, in das Fotografien, Broschüren, Zeitungsartikel, Briefe etc. eingeklebt sind, die die Geschichte der Bielefelder Firma M. Mosberg dokumentieren. Die Firma stellte Berufs- und Arbeitskleidung her. Enthalten sind u.a. Fotografien von Geschäften und die Produktion der Belegschaft; auch Werbematerialien, die u.a. Markenlogos dokumentieren. Ebenfalls enthalten ist ein Gedicht über einen Maurer, der bei einem Unfall durch die Stabilität seiner Mosberg-Hose gerettet wurde.

Das Bielefelder Unternehmen M. Mosberg zählte im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zu den weltweit führenden Zunft-und Berufskleidungsherstellern.
Hervorgegangen aus einer 1850 durch Moses Mosberg begründeten Stoffhandlung, wuchs der Betrieb unter der Führung der Brüder Max und Julius Mosberg ab 1890 zu einem der größten Spezialgeschäfte in Deutschland. In den 1920er Jahren waren hier mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigt. Zimmermänner, Maurer und Dutzende weitere Handwerker und Berufstätige kleidete M. Mosberg von Kopf bis Fuß ein und stellte neben Arbeitsbekleidung
auch Zubehör und Werkzeuge her. Ende September 1938 wurde die Firma "arisiert", Max und Julius Mosberg wurden mit ihren Ehefrauen im Juli 1942 deportiert und ermordet.

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