"Judenstern" von Hans Löwenthal (geb. 1897)

Geitel & Co.

2009/9/35
Alltagskultur
Baumwolle, bedruckt Futter Bauwolle Atlasgewebe, Pappe als Versteifung, Metallhaken
Berlin 1941 bis 1945
Höhe: 10.1 cm Breite: 8.2 cm
"Jude"
Zum historischen Kontext s. "Bitter Bonnets and Badges", in: Eric Silverman: A Cultural History of Jewish Dress , London, New York, 2013, S. 47-67
Schenkung von der Rechtsanwaltskanzlei Scherzler & Partner
gelber Stern, mit schwarzen Rändern und Aufschritt "Jude", unterlegt mit braunem Baumwollstoff, zwei Haken zum Anhängen an die Kleidung.

Hans Löwenthal war kurz nach seiner Geburt evangelisch getauft worden. Drei Jahre nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft 1919 heiratete er die Kriegerwitwe Martha Ott, die nicht jüdisch war. Nach 1933 wurde die Ehe der Löwenthals als "nichtprivilegierte Mischehe" eingestuft, da sie kinderlos geblieben waren. Seit der Einführung der Kennzeichnungspflicht im September 1941war auch Hans Löwenthal gezwungen, den Stern zu tragen. Er musste Zwangsarbeit leisten und überlebte die Verfolgung während des Nationalsozialismus in Berlin.

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