Anstecknadel des Roten Kreuzes zur Erinnerung an Weihnachten 1914 aus dem Besitz von Albert Binswanger (1890-1956)

Deschler &. Sohn

2010/1/35
Alltagskultur
Messing, gegossen Messing (Kreuz), Metall (Steckvorrichtung), Textil (Band), Farbe , Email (Überzug)
München 1914
Höhe: 5 cm Breite: 3.7 cm Tiefe: 1.3 cm
"DESCHLER / U. SOHN / MÜNCHEN" (Rückseite)
"ERINNERUNG AN / WEIHNACHTEN 1914 / MÜNCHEN"
Schenkung von Danny L. Goldberg
Rotes Kreuz aus Metall, darüber ein grüner Weihnachtsbaum ist mit 5 weißblauen Kerzen geschmückt; das Kreuz ist mit zwei Ösen am Ordensband befestigt. Die senkrechte Schlaufe des Bandes ist gelb-schwarz, durch sie ist waagerecht ein schwarz-weiß-rotes Band geschoben, an dessen Rückseite sich eine Anstecknadel aus Metall befindet.

Albert Binswanger war Kaufmann und arbeitete in der Likörfabrikation, die seine Familie seit drei Generationen in Augsburg, München und Regensburg betrieb. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg und wurde am 3. Oktober 1914 so schwer verwundet, dass ihm ein Bein amputiert werden musste. Das Abzeichen mit Weihnachtsbaum war möglicherweise ein Geschenk zu Weihnachten 1914 im Kontext seiner Genesung. In den folgenden Jahren erhielt er mehrere militärische Auszeichnungen, so 1915 das Militär-Verdienstkreuz III. Klasse mit der Krone und den Schwertern und 1918 das Schwarze Verwundetenabzeichen. 1939, kurz vor Kriegsausbruch flüchtete das Ehepaar Binswanger nach England und gelangte von dort 1940 in die USA.

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