Zunftuhrkette (Charivari) der Firma Mosberg für Maurer

M. Mosberg, Mechanische Fabrik für Arbeits- und Berufskleidung

2010/166/0
Alltagskultur
Metall, Emaille, Glasplättchen, vermutlich Messing vernickelt und Neusilber
Bielefeld ca. 1931 bis 1938
Höhe: 16.5 cm Breite: 28.5 cm max. Höhe und Breite gemessen
"MMB" (= M. Mosberg Bielefeld)
"M. MOSBERG / BIELEFELD / GES. GESCHÜTZT"
Aubrey Pomerance: "Das Mekka der Zimmerleute" : die Firma M. Mosberg in Bielefeld, in: JMB Journal : Jüdisches Museum Berlin. - (2010/11), H. 3 : Business, S. 42 - 45
Uhrkette (Charivari) der Firma M. Mosberg für die Maurerzunft, Zunftzeichen der Maurer (Kelle, Winkel, Hammer) mit farbigem Glas (?) unterlegt, Figurendarstellung mittig mehrfarbig (schwarz, weiß, rot, grün) emailliert, Zunftzeichen an den Karabinern mit der Buchstabenfolge MMB für M. Mosberg Bielefeld; auf der Rückseite Inschrift.

Das Bielefelder Unternehmen M. Mosberg zählte im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zu den weltweit führenden Zunft-und Berufskleidungsherstellern.
Hervor gegangen aus einer 1850 durch Moses Mosberg begründeten Stoffhandlung, wuchs der Betrieb unter der Führung der Brüder Max und Julius Mosberg ab 1890 zu einem der größten Spezialgeschäfte in Deutschland. In den 1920er Jahren waren hier mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigt. Zimmermänner, Maurer und Dutzende weitere Handwerker und Berufstätige kleidete M. Mosberg von Kopf bis Fuß ein und stellte neben Arbeitsbekleidung
auch Zubehör und Werkzeuge her. Ende September 1938 wurde die Firma "arisiert", Max und Julius Mosberg wurden mit ihren Ehefrauen im Juli 1942 deportiert und ermordet.

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