Kennkarte von Heinz Siegfried Will (1934-1942)

2011/2/0
Archiv
Urkunde
Schreibgewebe, Tinte, Stempelfarbe, Heftklammern
Berlin 1.3.1939
Höhe: 15 cm Breite: 10.5 cm Sondermaß: aufgeschlagen
Schenkung von Peter Scholz
Klappkarte, Vordruck, handschriftlich ausgefüllt, Gebührenmarke geklammert, kein Passbild.

Auf der Kennkarte ist ein Stempel auf der Vorderseite:
"Am 29.Okt. 1942 von Berlin / nach Litzmannstadt evakuiert." Heinz Will wurde mit seiner Familie nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert. Er wurde mit seinem vierjährigen Bruder Manfred am 04.09.1942 in Kulmhof ermordet, getrennt von den Eltern, die zunächst im Ghetto Lodz verblieben. Von dort kehrte nur der Vater Martin Will zurück, er war 1947 wieder Mitglied der Jüdischen Gemeinde Berlin und in der alten Wohnung Hochmeisterstraße 24 gemeldet. In derselben Wohnung war auch Hans Joachim Will gemeldet, möglicherweise ein Bruder, der 1937 nach Holland emigrierte. Offensichtlich hatte Martin Will Kinder aus einer zweiten Ehe: 1981 hinterlegte Wolfgang Will aus Berlin für seine beiden Halbbrüder Heinz und Manfred Gedenkblätter in Yad Vashem.

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