Sammlung Familie Burchardt

Konvolut/60/0
Berlin, Budapest, Sonnenburg, Wien, u.a. ca. 1810 bis 1960
Schenkung von Albert Stephan Mautner
Die Familiensammlung enthält hauptsächlich Lebensdokumente und private Korrespondenz sowie zahlreiche Familienfotos, in denen die Geschichte der Familie Burchardt über 7 Generationen dokumentiert wird. Im Zentrum steht hier der Berliner Kaufmann und Fabrikbesitzer Herrmann (Hirsch) Burchardt, dem es gelungen war, nach Erlangung des Bürgerrechtes 1847 ein beträchtliches Vermögen zu erwerben und in die höchsten Ränge der Gesellschaft aufzusteigen. Einige Dokumente belegen seine Versuche, geadelt zu werden, was ihm aber aufgrund der ablehnenden Haltung der Behörden des deutschen Kaiserreiches nicht gelang. Etliche Testamente geben Aufschluss über das Vermögen und den gesellschaftlichen Rang der Familie Burchardt und der angeheirateten Familienmitglieder. Der Sohn Edgar Burchardt gründete ebenfalls eine eigene Fabrik und heiratete in den ungarischen Hochadel ein. Die aus dieser Verbindung entstammende Tochter Lilly Burchardt war als ungarische Staatsangehörige in der NS-Zeit bis 1943 vor Verfolgung geschützt, ging dann aber aufgrund der zunehmend gefährlicher werdenden Situation mit ihrer Familie nach Budapest, wo sie den Krieg überlebte. Überliefert ist ein gefälschter Taufschein für ihre Tochter Annemarie sowie ein Reisepass vom portugiesischen Konsulat, der den Versuch der Emigration belegt. 1949 kehrte Lilly Burchardt mit ihrem Mann nach Berlin zurück, um das Erbe ihres Großvaters zu verwalten.
Zu dem Konvolut existiert ein Findbuch.

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