Köfferchen der Firma Albert Rosenhain für Körperpflegebedarf

2011/29/0/1-17
Alltagskultur
Textil, Leder, vernickeltes Metall, Glas, Kunststoff (Polystyrol, PVC hart, Cellulosenitrat u.a.), Borsten, lackiertes Holz, Bein, Kork
Berlin ca. 1. Drittel des 20. Jahrhunderts
Höhe: 17.8 cm Breite: 23.3 cm Tiefe: 28 cm In geöffnetem Zustand. Maße in geschlossenem Zustand s. Sondermaße.
U.m.:"ALBERT ROSENHAIN / BERLIN S. W." (Unterseite, Kantennähe)
Braunes Köfferchen mit Klappdeckel und Schiebeverschluss. Enthalten sind:
- eine Nagelfeile
- ein Spiegel mit ausklappbarem Ständer
- ein Maniküre-Utensil
- zwei Bürsten (vermutlich zum Reinigen von Kleidern)
- eine kleine schmale Metalldose mit Deckel
- ein Pudergefäß mit löchrigem Deckel (ähnlich wie ein Salzstreuer)
- ein Gefäß mit Deckel
- zwei eckige Behältnisse in unterschiedlichen Größen, jeweils mit Deckel
- ein roter Kamm

Die Berliner Firma Albert Rosenhain - Das Haus für Geschenke wurde 1864 von Albert Rosenhain (1836-1916) gegründet. Unter seinem Nachfolger Egon (Sally) Fürstenberg (1860-1942), der 1880 als Lehrling in der Firma angefangen und 1890 die Tochter des Firmenchefs geheiratet hatte, entwickelte sich das Geschäft in der Leipziger Straße zu einem renommierten Haus für hochwertige Luxus- und Lederwaren. In den 1920er Jahren eröffnetet eine Dependence von Rosenhain auf dem Kurfüstendamm. 1930 hatte die Firma ca. 500 Angestellte. 1938 erfolgte die "Arisierung" der alteingesessenen Firma, unter dem Namen Reiwinkel wurde sie in den Folgejahren von den "Ariseuren" fortgeführt. Die Familie Fürstenberg flüchtete in die Niederlande.

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