"Judenstern" aus der Familie Marcuse

Geitel & Co.

2011/13/346
Alltagskultur
Baumwolle, bedruckt; Futter: Baumwolle, Leinwandbindung
Berlin 1941 bis 1945
Höhe: 8.8 cm Breite: 7.5 cm
Zum historischen Kontext s. "Bitter Bonnets and Badges", in: Eric Silverman: A Cultural History of Jewish Dress , London, New York, 2013, S. 47-67
Schenkung von Heike Kalz
Davidstern mit Aufschrift "Jude"; gelb-schwarzer Stoff unterfüttert mit hellem Stoff, Reste von Garn.

Bei dem Stern handelt es sich um einen von sechs erhaltenen "Judensternen" aus der Familie Marcuse. Sie gehörten vermutlich Georg Marcuse (1901-1994) und seiner Mutter Rebecka (1878-1962). Beide überlebten die Verfolgungszeit während des Nationalsozialismus. Georg Marcuse lebte die die gesamt NS-Zeit über in Berlin in "privilegierter Mischehe", seine Mutter wurde im Oktober 1943 zusammen mit ihrem Sohn Erich (1905-1945) aus Berlin nach Theresienstadt deportiert und kam 1945 von dort zurück. Erich Marcuse starb im KZ Dachau, seine Frau Johanna und der 1938 geborene Sohn Peter wurden in Auschwitz ermordet.

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