Konvolut/143/0
Frankfurt/Main, Berlin, London, u.a. 1808 bis 28.4.1961
Schenkung von Marion Davies
Die Sammlung bezieht sich hauptsächlich auf die Ausbildung und das berufliche Leben des Kunsthändlers Herbert Bier vor und während der NS-Zeit in Deutschland sowie im Exil. Darüber hinaus sind umfangreiche Steuerunterlagen bis 1939 erhalten, welche die zahlreichen Abgaben für Emigranten zeigen. Weiter wird der Ausschluss aus der Reichskulturkammer dokumentiert, sowie der Einspruch Herbert Biers und sein schließlich erfolgreicher Versuch, Teile seines Vermögens vor dem Zugriff des NS-Staates zu retten. Frühzeitige Bemühungen um eine Aufenthaltsgenehmigung in Großbritannien werden anhand der Korrespondenz ab Juli 1935 mit dem britischen Home Office ersichtlich. Neben der gut dokumentierten Emigration im April 1936 werden Herbert Biers Versuche deutlich, sich der neuen Heimat erkenntlich zu zeigen: Briefe und Dokumente verweisen auf seine Bewerbung beim National Service schon vor Kriegsbeginn. Vollständig erhalten sind außerdem sein Antrag bei der Entschädigungsbehörde Wiesbaden im Mai 1956, der anschließende Briefwechsel mit seinem Rechtsanwalt und verschiedenen Behörden sowie die vier Entschädigungsbescheide von 1959 bis 1961.
Die Dokumente seiner Frau Lieselotte Bock zeigen anhand der Zeugnismappe eine typische Schulbiographie der NS-Zeit: Der Besuch der Fürstin-Bismarck-Schule endete 1935, es folgten weitere Besuche jüdischer Schulen und schließlich die Emigration 1938. Die Dokumente, Fotografien und dreidimensionalen Gegenstände von Mathilde Bock und ihrem Sohn Herbert Kress bieten ebenfalls Einblick in Emigration und Leben im Exil.

Die Schlagworte beziehen sich auf den gesamten, im angehängten Findbuch aufgeführten Bestand.

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