Reisepass des Deutschen Reiches für Dr. Julius Fliess (1876-1955)

1999/256/2
Archiv
Urkunde
Karton, Papier, Fotografie, Metall, Tinte
Berlin 4.9.1942
Höhe: 16.4 cm Breite: 11 cm Sondermaß: aufgeschlagen
Schenkung von Dorothee Fliess
Ausweisvordruck, handschriftlich ausgefüllt, Passbild mit Ösen befestigt.

Noch im September 1942 gelang es der Familie Fliess gemeinsam mit elf weiteren Juden und durch die Unterstützung der Juristen und OKW-Angehörigen Hans von Dohnanyi und Helmut James Graf von Moltke in die Schweiz auszureisen. Sie tarnten die insgesamt 14 Ausreisenden als angebliche jüdische Spione im sogenannten "Unternehmen Sieben" und retteten ihnen damit das Leben. Dohnanyi und Moltke selbst wurden 1945 wegen ihrer Beteiligung am Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Konzentrationslager Sachsenhausen und in Plötzensee hingerichtet.

Der Pass enthält Visum und Sichtvermerke der schweizerischen Behörden sowie den Devisenstempel der Deutschen Reichsbank. Auf dem Deckblatt ist gut sichtbar das rote "J" aufgestempelt, desgleichen auf der ersten Seite des Passes.

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