Trillerpfeife für die Polizei im Ghetto Schanghai aus dem Besitz von Hermann Meyer (1922-2012)

2011/242/117
Alltagskultur
Messing, vernickelt
Ghetto Schanghai ca. 1943 bis 1945
Höhe: 2.2 cm Breite: 2.4 cm Tiefe: 8.6 cm
(geprägt): "[T]RADE MARK / BRASS NICKELED / POLICE WHISTLE / EISHINIG TAIFACTOR / MADE IN CHINA "
Schenkung von Trude Meyer
Trillerpfeife in zylindrischer Form mit runder Aufhängöse am unteren Ende (zum Befestigen an einer Schnur o. Ä.); Mundöffnung am oberen Ende mit ausgestelltem Rand. Am rohrartigen Resonanzkörper sind zwei rechteckige Luftschlitze, sogenannte Schneidekanten, eingelassen. Darunter befindet sich ein mehrzeilige Prägung, die von einem katzenähnlichen Tier mit Flügeln geziert wird.

1939 flüchtete Hermann Meyer mit seiner Schwester Loni und seinen Eltern Abraham und Cilly Meyer von Hamburg über Triest nach Schanghai. 1943, nach Einrichtung des Ghettos im Stadtteil Hongkew, musste Hermann Meyer mit seiner Familie dorthin umziehen. Mit Hilfe eines Passierscheines konnte er, zumindest im Zeitraum Juni bis August 1945 die Ghettogrenze passieren. Familie Meyer emigrierte 1948 weiter in die USA und ließ sich in San Francisco nieder.

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