Sammlung Familie Jacobson

Konvolut/11/0
Hamburg, Palästina, Forest Hills 1870 bis 1993
Schenkung von Ruth Kahn
Die Sammlung umfasst Dokumente und Fotografien zu der aus Hamburg stammenden Familie Jacobson. Neben verschiedenen Lebensdokumenten des Ehepaares Leonhard Jacobson (1906-1994) und Franziska geb. Singer (1911-2005), die 1939 in die USA emigrieren konnten, sind auch Dokumente ihrer Eltern vorhanden, denen die Flucht aus NS-Deutschland nicht gelang. Die Korrespondenz zwischen den im Exil in den USA lebenden und den in der Hansestadt zurückgebliebenen Familienangehörigen dokumentiert die verzweifelten Emigrationsbemühungen. Zur Sammlung gehören außerdem verschiedene Dokumente und Fotografien, die anlässlich einer Palästina-Reise von Leonhard Jacobson 1934 entstanden sind, sowie ein Tagebuch, das er für seine 1938 geborene Tochter Ruth zwischen September 1938 und September 1940 führte und in dem sich auch die politische Lage und zunehmende Verfolgung widerspiegelt. Zeugnis hiervon legen auch Dokumente von Max Klein ab, eines Verwandten von Franziska Jacobson, dessen Klage gegen einen "arischen" Pferdehändler vom zuständigen Amtsgericht im Jahre 1936 mit einer unverblümt antisemitischen Begründung abgewiesen wurde. Aus demselben Jahr sind private Fotografien von der Sommerolympiade in Berlin überliefert, die hingegen den "schönen Schein" des NS-Regimes zeigen. Weitere überlieferte Dokumente beziehen sich auf die Bemühungen Franziska Jacobsons um finanzielle Entschädigung in den 1950er und 60er Jahren sowie auf einen Besuch des Ehepaares Jacobson 1981 in ihrer Heimatstadt auf Einladung des Hamburger Senats.

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