Flüchtlingsausweis von Hans Joachim Calmann (1928-1996)

2000/408/6
Archiv
Urkunde
Papier, Tinte, Fotografie, Stempelfarbe
Bern 3.11.1944
Höhe: 14.7 cm Breite: 10.5 cm Sondermaß: aufgeschlagen
Schenkung von Roland Lomer
Passvordruck, handschriftlich ausgefüllt, Passbild mit Zählnummer, Eintragungen zum Aufenthaltsort und Aufenthaltsgenehmigungen.

Hans Joachim Calmann floh mit seiner Mutter 1944 in die Schweiz. Sein jüdischer Vater war zu dieser Zeit bereits über Belgien nach Algerien emigriert. Etwa ein Jahr zuvor war die Ehe der Eltern geschieden worden, was aber möglicherweise nur pro forma geschah um die Repressalien für Hans Joachim und seine Mutter geringer zu halten. Nach ihrer Rückkehr 1945 lebten die Eltern wieder in Düsseldorf zusammen.
Im Pass werden die Aufenthaltsorte genau festgehalten; u.a. war Calmann im Schul- und Arbeitslager Hasenberg-Widen, im Schulungslager Birmensdorf und im Schulungslager für Flüchtlinge Dietikon. 1947 wurde ihm eine Arbeitsbewilligung als Radiomechaniker erteilt. Am 17. Juli 1947 kehrte er nach Deutschland zurück.

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