Ehrenkreuz für Frontkämpfer aus dem Besitz von Erich Wurm (1889-1960)

Richard Sieper Gießerei

2011/111/34
Alltagskultur
Eisen, bronziert
Lüdenscheid Tag der Verleihung 6.11.1934
Höhe: 0.3 cm Breite: 3.7 cm Tiefe: 4.8 cm mit Öse gemessen
Rs. (geprägt): R. S. L.
Vs.: 1914 / 1918
Schenkung von Ruth J. Inall
Bronziertes Tatzenkreuz, hinterlegt mit zwei sich kreuzenden Schwertern. In einem reliefartig dargestellten, nach oben geöffnetem Lorbeerkranz stehen untereinander die Jahreszahlen des Ersten Weltkriegs. Auf der Rückseite ist im unteren Kreuzarm die Abkürzung der Gießerei eingeprägt. Das Kreuz besitzt am oberen Kreuzarm eine Öse, an der ein Metallring befestigt ist.

Das Ehrenkreuz für Frontkämpfer wurde anlässlich des 20. Jahrestages des Kriegsbeginns am 13.7.1934 von Reichspräsident Hindenburg gestiftet. Auf Wunsch wurde es ehemaligen Kriegsteilnehmern sowie Witwen und Eltern gefallener Soldaten verliehen. In der C.-V.-Zeitung, einem deutsch-jüdischen Wochenblatt, hieß es am 19. Juli 1934: "Die deutschen Juden ... werden das Ehrenkreuz mit Stolz tragen und damit die Erinnerung an eine große Zeit gemeinsamer deutscher Geschichte lebendig erhalten." Auch zahlreiche jüdische Weltkriegsteilnehmer beantragten das Ehrenkreuz, unter ihnen der Chemiker Erich Wurm. Im Ersten Weltkrieges war er Vizefeldwebel und erhielt das "Eiserne Kreuz". 1936 emigrierte er mit seiner Frau und zwei Kindern von Hannover aus nach Kopenhagen, von dort aus weiter nach Großbritannien, wo er im Juli 1947 britscher Staatsbürger wurde.

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