Sammlung Familien Frank / Reis / Rülf

Konvolut/195/0
Goslar, Braunschweig, Wolfenbüttel, Haifa u.a. 1808 bis 1992
Schenkung von Alfred Rülf
Die Sammlung umfasst Dokumente und Fotografien insbesondere aus dem 19. Jahrhundert. Die frühesten Dokumente stammen aus dem Besitz des Goslaer Kaufmanns Simon Gedalia Frank (1772-1854), darunter ein "Straßenpflasterbuch", in das er geleistete Abgaben (Pflastergeld) verzeichnete. Gut dokumentiert ist das Leben seines Sohnes Louis Simon Frank (1826-1898). Insbesondere zu seinem beruflichen Werdegang als Kaufmann und Bankier sowie zu seinen Eheschließungen 1859 und 1861 sind zahlreiche Dokumente überliefert, darunter ein Chaliza-Brief. Die aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammenden Dokumente und Fotografien legen Zeugnis ab von Nachfahren Franks, die in die Familien Reis und Rülf einheirateten. Dazu zählen einige Fotografien der Jüdischen Studentenverbindung "AV Veda" in Würzburg sowie aus dem Soldatenleben im Ersten Weltkrieg. Ausführlicher dokumentiert ist das Leben von Rudolf (Raphael) Rülf (1890-1968), Sohn des Braunschweiger Landesrabbiners, der als Zahnarzt in Wolfenbüttel praktizierte. Überliefert sind sein Schriftwechsel mit verschiedenen Institutionen, nachdem ihm die Nationalsozialisten 1933 seine kassenärztliche Zulassung entzogen hatten, sowie einige Dokumente, die von seinen Schwierigkeiten im Exil in Palästina nach 1934 berichten.

Die Schlagworte beziehen sich auf den gesamten, im angehängten Findbuch aufgeführten Bestand.

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