Liebesbrief von Moritz Borchardt (1781-1866) für seine Ehefrau Emma geb. Hellborn (1794-1819)

2012/249/50
Archiv
Postmitteilung
Papier, Tinte, Wasserfarben
Berlin (?) 1.1.1814
Höhe: 19.5 cm Breite: 19.5 cm geöffnet
Schenkung von Dr. Walter Borchardt-Ott und Ruth Jarecki geb. Borchardt-Ott
Ein Blatt, mit einer Schere beschnitten, mit Wasserfarben bemalt, handschriftlich mit Tinte beschrieben.

Brief an Emma Borchardt: gefaltet mit Blumenmotiv, betr. Neujahrsglückwünsche, mit beigef. Notizzettel, hs., o.O., 01.01.1814.

Am 29. August 1813 hatte Moritz Borchardt seine Frau Emma geb. Hellborn geheiratet. Zu Neujahr 1814 schrieb er ihr diese Glückwunschkarte, in der er auf das erste Ehejahr zurückblickte und seiner Frau Dank sagte.

Das Glück war indes nur von kurzer Dauer, denn bereits sechs Jahre später starb Emma Borchardt am 5. April 1819 in Berlin.

Text: "1813 - Dank Dir verflossenes Jahr, das mir die schönste der Rosen brachte, vor 12 Monden noch in der Knospe, hast Du sie mir gereicht, hast hundertfältig wie die Centifolie, ihre Reize, ihre Eigenschaften entwickelt.
Darum widme ich Dir o scheidendes Jahr meines Daseyns dieses Bild meines Glücks. Herrliches Jahr, dass das Gute so viel uns Allen, mir aber, das Beste gebracht hat, Du stürzest nun in die Welle der Zeit, in deren einziges Rauschen alles untergehet, nur nicht das Andenken Deiner Thaten, Deiner Geschenken."

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