Sammlung Familie Roos

Konvolut/122/0
Brücken (Pfalz), Kaiserslautern, Saarbrücken, München, Chicago ca. 1881 bis 2010
Schenkung von Walter Roos
Die Sammlung enthält 170 Dokumente, Fotografien und Objekte in deutscher und englischer Sprache zu der Familie Roos, die in dem pfälzischen Dorf Brücken beheimatet war. Bernhard Roos (1868-1928) betrieb dort einen kleinen Viehhandel, während sein Geschäft für Manufaktur- und Kurzwaren von seiner Ehefrau Rosa geb. Jakob (1874-1969) geführt wurde. Die Familie war kinderreich, zwei der Söhne kämpften als Soldaten im Ersten Weltkrieg. Der Erstgeborene Leo Roos (1896-1917) fiel in Flandern. Von ihm und seinem Bruder ist ein umfangreiches Konvolut mit Feldpost überliefert. Neben verschiedenen Ausbildungsdokumenten sind auch einige Unterlagen zu dem Verein "Montefiore e.V." in Frankfurt/M. überliefert. Sämtliche Familienangehörige überlebten die NS-Zeit: Der Zweitgeborene, Julius Roos (1898-1972), der bereits 1926 in die USA ausgewandert war, stellte seiner Mutter und allen seinen Geschwistern Affidavits aus und ermöglichte ihnen somit die Emigration. Teil der Sammlung ist auch ein selbstgefertigter Wimpel, mit dem 1918 anlässlich des ersten Geburtstages des jüngsten Sohnes Walter Roos in der Synagoge die Tora geschmückt wurde.

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