Eisernes Kreuz I. Klasse mit dazugehöriger Schachtel aus dem Besitz von Alfred Dienemann (1888-1957)

2005/68/194/001-002
Alltagskultur
Eisen,Silber, Eisen geschwärzt; Karton, Textil
Deutsches Reich 1914 bis 1918
Höhe: 4.2 cm Breite: 4.2 cm Tiefe: 0.8 cm Schachtel: 6,6 x 6,6 x 2,1 cm
Stempel (über den Stempel wurde die Öse für die Nadelhalterung gelötet)
Orden: eingravierte Krone, "W", "1914"
Schenkung von William Dieneman
Eisernes Kreuz erster Klasse;
silber umrandetes schwarzes Tatzenkreuz.

Schauseite: im Schnittpunkt Namensbuchstabe "W" für Kaiser Wilhelm II, auf nach oben zeigenden Arm die Königskrone, auf nach unten zeigenden Arm Jahreszahl 1914; auf der Rückseite befindet sich Nadel zum Befestigen an der Kleidung.

Zugehörig ist eine Originalschachtel für das Eiserne Kreuz, schwarzer Karton mit silbern aufgeprägtem Eisernem Kreuz, innen mit blauem Samt eingefasst.

Alfred Dienemann wuchs in Krotoschin auf, ab 1907 studierte er Jura in Breslau bis zur Promotion. Während des I. Weltkriegs bekam er 1917 das Eiserne Kreuz II. Klasse und ein Jahr darauf das Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen. Nach dem Krieg und Stationen am Amtsgericht Myslowitz und am Landesgericht Cottbus wurde er schließlich Kammergerichtsrat in Berlin, außerdem war er viele Jahre im Vorstand des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten. Nach seiner Entlassung aus dem KZ Sachsenhausen emigrierte ALfred Dienemann mit seiner Frau Erna im April 1939 nach Großbritannien, ihre beiden Kinder hatten Berlin bereits ein paar Monate früher mit einem Kindertransport verlassen. In der Britischen Armee kämpfte Dienemann dann gegen das Land, aus dem er zuvor fliehen musste. In der Britischen Armee kämpfte Dienemann dann gegen das Land, aus dem er zuvor fliehen musste, 1948 erhielt er die britische Staatsbürgerschaft.

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