Wilhelm Wolfsohns (1820-1865) Zimmer in Moskau

Matthias Levestam (1769 - 1848)

2013/248/0
Kunst
Aquarell, Bleistift, auf Papier
Moskau 16.5.1845
Höhe: 35.2 cm Breite: 51.8 cm Blattmaß
u.li. (Tinte): "gez. v. Mathias Levestamm.- // 16. Mai 1845.-"
u.r. (Tinte) : "Meinem verehrten Freunde, dem Hrn. Dr. Wolf[sohn] // zur freundlichen Erinnerung an die Freitage in Moskwa"
Aquarell von Wolfsohns Zimmer in Moskau; Querformat.

Zu sehen ist ein Zimmer mit blauen Wänden und Biedermeierinterieur: Mittig befindet sich ein Tisch auf dem eine königsblaue Tischdecke liegt, darauf steht eine Petroleumlampe. Der Tisch steht vor einer Sitzbank, die von zwei weißen Skulpturen flankiert wird. Um den Tisch stehen vier Stühle mit Armlehnen, rechts und links an der Wand weitere. An den Wänden hängen mehrere gerahmte Bilder.

Der deutsch-jüdische Dichter und Übersetzer Wilhelm Wolfsohn, der in Odessa geboren wurde und in Leipzig studierte, lebte im Jahr 1845 in Moskau, wo ihm eine Professur angetragen wurde. Da er als Bedingung für die Annahme vom jüdischen zum russisch-orthodoxen Glauben konvertieren sollte, lehnte er das Angebot ab. In Moskau traf er offenbar den dort ansässigen Zahnarzt Mathias Levestamm, geb. Moses Salomon Levi, der 1809 vor der gleichen Situation wie Wolfsohn stand und sich für die Konversion entschieden hatte. Dieser hielt offenbar den Ort ihrer Begegnungen im Bild fest.

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