Sammeldatensatz: Mini-Edition - Motive aus drei Fotoserien - Kunstautomat, 1. Runde

Mascha Danzis

2013/410/0/1-18
Fotografische Sammlung
Fotografie auf Karton montiert
Berlin 2013
Breite: 13 cm Tiefe: 10 cm je Passpartout; Maße der Fotos in den Sondermaßen
Mini-Edition mit Motiven aus den Fotoserien "In den Armen der Väter", "Schlafender Sonntag" und "Talk to me" von Mascha Danzis.
Die Fotos sind in weißem Passepartout eingefasst.

Die Motive aus der Serie "In den Armen der Väter" bestehen aus 9 Fotografien. Die Aufnahmen zeigen jeweils ein Vater-Tochter-Paar.

Die Motive aus der Serie "Schlafender Sonntag" bestehen aus 6 Fotografien. Sie zeigen Aufnahmen einer jungen, in sich gekehrten Frau.
Fotografie und Text bilden in der sechsteiligen Fotoserie "Schlafender Sonntag" ein Panorama aus Erinnerungsfragmenten. Die Bilder eines mit sich selbst beschäftigten und in sich gekehrten Mädchens in verlassenen Räumen erzeugen eine der Zeit enthobene, fast surreale Atmosphäre.
Weitere Imaginationsräume öffnet der von der Künstlerin verfasste poetische Begleittext, der aus fragmentarischen Kindheitseindrücken zusammengesetzt ist. Deren fotografisch-szenische Rekonstruktion wirkt wie eine Selbstversicherung gegenüber dem, was war.
Die Erinnerung wird bildförmig in einer Zeit, in der die inneren (mentalen) Erinnerungsbilder zunehmend von den äußeren (medialen) Bildern kolonisiert werden und sich mit ihnen vermischen. Hier wird der (im Zeitalter der Fotografie nach der Fotografie prekäre) Glauben an die Indexikalität der Fotografie beschworen.

Die Motive aus der Serie "Talk to me" bestehen aus 3 Fotografien. Die Aufnahmen zeigen eine junge Frau bei oder nach dem Aufstehen.

150 Exemplare des Werkes wurden 2013 in der ersten Bestückungs-Runde des Kunstautomaten im Jüdischen Museum Berlin verkauft.

Die Künstlerin zu ihrem Werk:

"Die Trennungserfahrung von einer zentralen Bezugsperson ist der Ausgangspunkt der Bildreihe fiktiver Vater-Tochter-Beziehungen. Das Rollenspiel, bei dem die Künstlerin gleichzeitig Subjekt und Objekt der Inszenierung ist, entfaltet eine Typologie möglicher Beziehungen. Die Beziehungsbandbreite zwischen Vätern und Töchtern reicht von absoluter Nähe und Vertrautheit bis hin zu resignativer Distanz. Jenseits der Mimik sind insbesondere das Verhältnis der Körper zueinander und die Interieurs aufschlussreich. Die Künstlerin ist in ihrer Pose immer auch Spiegel der Selbstinszenierungsstrategien der Väter, sei es im Fall des beschützenden Modells des Rockervaters, der sich schützend zwischen den Betrachter und den Körper der Tochter schiebt, sei es in der Zurschaustellung als Preziose im opulenten Interieur ihres (Künstler)Vaters Bernhard Prinz."

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