Kanzleischild von Rechtsanwalt und Notar Dr. Werner Liebenthal (1888-1970)

2015/93/1
Alltagskultur
Berlin 1929 bis 1933
Höhe: 20 cm Breite: 50 cm Tiefe: 2.5 cm
links: (durchgestrichen) Preußisches / [durchgestrichener pr. Adler] / (durchgestrichen) Notariat; rechts: (durchgestrichen) Notar / Dr. Werner Liebenthal / (durchgestrichen) Rechtsanwalt / Hans Soldan-Stiftung
Jüdisches Museum Berlin: Jahresbericht 2015/2016, S.29: https://www.jmberlin.de/sites/default/files/jahresbericht_2015_16.pdf Barbara Henkes, Negotiating Racial Politics in the Family. Leiden 2020, S. 32.
Schenkung von Hanna Liebenthal
Längsrechteckiges Emailleschild, gewölbt, mit weißem Grund und schwarzer Inschrift. In allen Ecken Löcher zur Anbringung.

Dr. Werner Liebenthal war seit 1920 als Rechtsanwalt beim Berliner Kammergericht zugelassen, seit 1926 war er auch als Notar tätig. In Folge des Berufsbeamtengesetzes bekam er im April 1933 Berufsverbot. Die Worte auf dem Kanzleischild in der Schöneberger Martin Luther-Straße 25, die auf seinen Beruf verwiesen, musste Rechtsanwalt und Notar Dr. Werner Liebenthal mit schwarzer Farbe durchstreichen. Dr. Liebenthal flüchtete mit seiner Frau und seinen beiden Kindern im Februar 1939 aus Deutschland nach Palästina, die Familie lebte dort zunächst ein Jahr in Tel Aviv und seit 1940 in Jerusalem.

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