Brief der Jüdischen Gemeinde Berlin an Georg Marcuse (1901-1994)

Jüdische Gemeinde zu Berlin

2011/13/284
Archiv
Postmitteilung
Papier, Tinte, Stempelfarbe
Berlin 6.9.1945
Höhe: 14.9 cm Breite: 20.9 cm
Schenkung von Heike Kalz
Brief: von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin an Georg Marcuse (1901-1994), betr. Anfrage über Verbleib der Familie Erich Marcuse, maschinenschriftlich, formlos, Stempel, Berlin, 06.09.1945.

Im Frühsommer 1945 gab Georg Marcuse eine Suchmeldung nach seinem Bruder Erich und dessen verschollener Familie bei der Jüdische Gemeinde Berlin auf. Im September desselben Jahres hat diese Meldung noch nicht die erhofften Antworten gebracht, daher schickt die Gemeinde die Fotografien der Familie zurück und wird wohl auch die Anzeige aus dem Aushang genommen haben.

1943 wurden Rebecka Marcuse - die Mutter der Brüder- und Erich mit seiner Familie nach Theresienstadt deportiert. Über zwei Jahre bestand ein intensiver Postkontakt mit den in Berlin Zurückgebliebenen. Doch nur Rebecka Marcuse kehrte im Sommer 1945 zurück; sie starb 1962 in Berlin. Erich Marcuse starb kurz vor Ende des Krieges im KZ Dachau (KZ-Außenlager Kaufering). Seine Frau und der sechsjährige Sohn Peter wurden in Auschwitz ein halbes Jahr zuvor ermordet.


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