Mitteilung des Suchdienstes für vermisste Deutsche an Rebecka Marcuse (1878-1962)

Suchdienst für vermisste Deutsche

2011/13/8
Archiv
Postmitteilung
Papier, Stempelfarbe
Berlin 6.5.1949
Höhe: 15 cm Breite: 21 cm
Schenkung von Heike Kalz
Schreiben: vom Suchdienst für vermisste Deutsche in der Sowjetischen Besatzungszone an Rebecka Marcuse geb. Gottfeld (1878-1962), betr. Tod von Erich Marcuse, Briefkopf, maschinenschriftlich, 2 Seiten, Berlin, 06.05.1949.

Im Frühsommer 1945 gab Georg Marcuse eine Suchmeldung nach seinem Bruder Erich und dessen verschollener Familie bei der Jüdische Gemeinde Berlin auf. Nachdem er dort keine Auskunft erhalten konnte, wandte er sich an andere Suchdienste. 1949 meldete der Suchdienst für vermisste Deutsche an Betty Marcuse (gemeint ist Rebecka Marcuse), dass Erich Marcuse am 23. März 1945 im KZ Dachau verstorben ist. Mithilfe dieser Nachricht konnte beim Standesamt eine Sterbeurkunde beantragt werden.

Später wurde das Todesdatum auf den 21. Februar 1945 korrigiert und als Ort das Außenlager Kaufering festgehalten.

1943 wurden Rebecka Marcuse - die Mutter der Brüder- und Erich mit seiner Familie nach Theresienstadt deportiert. Über zwei Jahre bestand ein intensiver Postkontakt mit den in Berlin Zurückgebliebenen. Doch nur Rebecka Marcuse kehrte im Sommer 1945 zurück; sie starb 1962 in Berlin. Erich Marcuse starb kurz vor Ende des Krieges im KZ Dachau (KZ-Außenlager Kaufering). Seine Frau und der sechsjährige Sohn Peter wurden in Auschwitz ein halbes Jahr zuvor ermordet.

Georg Marcuse hat sich auf der Rückseite der Karte die Wahlergebnisse vom Oktober 1946 notiert.

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