Sammeldatensatz: Acht Fotografien des Israelitischen Waisenhauses zu Königsberg

Hofphotograph Kühlewindt Königsberg, Gottheil & Sohn

2016/85/0
Fotografische Sammlung
Fotografie (s/w)
Fotografie auf Karton montiert
Königsberg ca. 1905 bis 1938
Jubiläumsbericht anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens des israelitischen Waisenhauses für Stadt und Provinz zu Königsberg i. Pr., Hartungsche Buchdruckerei, 1911. URL: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:30-180014148001 (letzter Zugriff: 15.06.2016) Nils Aschenbeck, Moderne Architektur in Ostpreußen, 1991, S. 10-11. Fritz Behrendt, Israelitisches Waisenhaus in Königsberg, in: Der Profanbau 2.1906, Nr. 23, S. 353-356. Vogel, F. Rudolph, Das israelitische Waisenhaus zu Königsberg, in: Deutsche Bauhütte 20.1916, S. 320, 322.
Die acht Fotografien zeigen Innen- und Außenansichten des Waisenhauses, vermutlich aus den 1920er und 1930er Jahren.

Das Israelitische Waisenhaus zu Königsberg gründete sich am 18.06.1861 als "provisorisches Pensionat" für israelitische Waisen aus Königsberg. Ebenfalls an diesem Tag gedachte man des Sieges bei Belle Alliance, und ebenso hatte König Wilhelm der 1. in diesem Jahr den Thron bestiegen. In diesem Sinne sollte "die neue Ära des Preussenlandes [...] die Ära dieses Waisenhauses sein." (Quelle: Jubiläumsbericht anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens des israelitischen Waisenhauses für Stadt und Provinz zu Königsberg i. Pr., Hartungsche Buchdruckerei, 1911.)

Das 1905 eröffnete Waisenhaus wurde direkt neben der Königsberger Neuen Synagoge errichtet. Der Architekt Fritz Behrendt setzte die bauliche Gestaltung bewusst von dem historistischen Nachbargebäude ab. Behrendt bemühte sich, dem Gedankengut der Reformarchitektur folgend, um einen schlichten, aber behaglichen Bau.

Das Waisenhaus nahm Kinder zwischen fünf und elf Jahren auf. Nach dem Novemberpogrom, in dem die angrenzende Synagoge zerstört wurde, diente das beschädigte Gebäude als Schule. Das Gebäude ist an der heutigen Adresse Oktjabr'skaja ulica 3 noch erhalten.

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