Margarete Kuttner (1884-1944) kurz vor ihrer Deportation in ihrer Wohnung

Annemarie Kuttner

2016/185/0
Fotografische Sammlung
Fotografie (s/w)
Fotografie
Berlin 2.1943
Höhe: 10.2 cm Breite: 14.6 cm
[hs. mit Bleistift] No. 6 Nr. 5 h 4 G20 [hs. mit Tinte] Margarete KUTTNER, / geb. FRAENKEL, Hamburg 28.5.1884 / Photo: 1943 Uhlandstr. 114/115 / BERLIN / Aufgenommen: Tage vor ihrer / Deportation nach Auschwitz. / Vergast: 1944. / Meine Mutter [Adressaufkleber des Sohnes]
Paul Kuttner: An Endless Struggle. Reminiscences And Reflections, New York 2009; mit zahlreichen Abbildungen.
Schenkung von Paul Kuttner
S/W-Fotografie, Querformat.

Eine Frau sitzt auf einem Sofa, ein aufgeschlagenes Buch in der Hand, blickt wie abwesend ins Leere.
im Zimmer sind im Hintergrund ein Schreibtisch mit Schreibutensilien und Lampe, rechts im Vordergrund, das Fußende eines Doppelbettes und links ein Schrank zu sehen. Zu dem Bild schreibt Paul Kuttner:
"Meine Mutter, Margarete Kuttner, in ihrem Zimmer in Berlin's Uhlandstrasse 114/115 ungefaehr einen oder zwei Tage, bevor sie von der Gestapo nach Auschwitz verschleppt wurde. Meine Schwester Annemarie hat das Bild aufgenommen und entwickeln lassen; gleich danach ging sie untergrund und hatte sich dadurch das Leben gerettet. Sie flehte meine Mutter an, auch mit ihr sich zu verstecken, aber meine Mutter dachte, dass sie nur irgendwo zur Zwangsarbeit geschickt wuerde, aber anstatt dessen ist sie sofort am 26. Februar 1943 mit dem 30. Osttransport nach Auschwitz gebracht worden, s[w]o sie in der letzten Vergasung dort im November 1944 umkam."

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