Postkarte der Familie Appel an Julius Appel (1881-1952) im KZ Dachau

Rosa Appel (1895 - ), Rudy Appel (13.5.1925 - 18.9.2016)

2007/93/204
Archiv
Druckerzeugnis
Karton, Tinte
Mannheim 23.11.1938
Höhe: 10.3 cm Breite: 14.6 cm
Schenkung von Rudy Appel
Postkarte, verfasst von Rosa und Rudolf Appel, vom 23. November 1938 in Mannheim. Empfänger war der Ehemann von Rosa und Vater von Rudolf, Julius Appel, der im Zuge des Novemberpogroms 1938 verhaftet worden war und sich zum Zeitpunkt der Korrespondenz als Häftling im Konzentrationslager Dachau befand. Rosa und Rudolf berichten von den Familienumständen nach der Verhaftung von Julius, von der Auswanderung ihres ältesten Sohnes Martin sowie dem erzwungenen Schulwechsel Rudolfs.

Die Adressangabe lautet: "An den Schutzhaftjuden J. Appel geb. 26.6.1881 / Dachau / Block 12 Stube 2"

Text: "23.11.1938 / Mein lieber Julius. Heute erhielten /
wir deine l[ieben]. Zeilen und freuen uns / daß es dir gut geht. Martin ist mit / seinem Gepäck abgereist und schreibt / vergnügt. Mutter kommt jetzt auch bald. /
Uns geht es allen gut. Grüße & Küsse Rose // Ich gehe jetzt in die Schule, wo meine anderen / Freunde sind und es gefällt mir sehr gut. // Gruß und Kuß / Denny"

"Denny" war der von Rudolf Appel im Hinblick auf die geplante Auswanderung selbstgewählte anglisierte Vorname. Letztlich nahm er aber den Vornamen Rudy an.


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