"Judenstern" aus dem Besitz von Ernst Schwerin (1919-2010)

Geitel & Co.

2000/256/1
Alltagskultur
Baumwolle, Leinwandbindung, bedruckt
Berlin 1941 bis 1942
Höhe: 9 cm Breite: 8.5 cm
"Jude"
Zum historischen Kontext s. "Bitter Bonnets and Badges", in: Eric Silverman: A Cultural History of Jewish Dress , London, New York, 2013, S. 47-67 Wolfgang Benz (Hg.): Überleben im Dritten Reich. Juden im Untergrund und ihre Helfer, München 2003
Schenkung von Ernest Schwerin
Schwarz bedruckter, gelber Baumwollstoff in Form eines Davidsterns, der mittig die Inschrift "Jude" trägt; An den Seiten ist er teilweise ausgefranst.

Diesen "Judenstern" trug Ernst Schwerin an seiner Kleidung, bis er in den Untergrund ging. Nachdem sein Vater vor seinen Augen in Berlin verhaftet worden war, tauchte er zunächst bei verschiedenen nichtjüdischen Bekannten und Freunden der Familie unter. Gemeinsam mit einem Freund und seiner damaligen Freundin gelang ihm im Oktober 1943 mit gefälschten Dokumenten die Flucht in die Schweiz, von dort emigrierte Ernst Schwerin 1947 schließlich in die USA. Der Stern gehörte zu den wenigen Dingen, die Ernst Schwerin aus Berlin mitnahm.

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