Widmungsbecher

Moses Tobias Wetzlar

KGM 81/124/0
Judaica/Angewandte Kunst
Silber; getrieben, gemeisselt
München 1934
Höhe: 8.3 cm Durchmesser: 7.3 cm Wandung, Stärke ca. 1,2 mm; Dm: 5,9 Boden / 7,3 Rand (Außenmaße)
Bodenprägung: "925, Halbmond, Reichskrone"; rechts daneben: "WETZLAR MUENCHEN"; MZ: MTW (in Wappen), "h"
Auf Deutsch: "DER VERBAND BAYERISCHER // ISRAELITISCHER GEMEINDEN // SEINEM TREUESTEN // MITARBEITER // JULI 1934"
Bayerische Israelitische Gemeindezeitung. Nachrichtenblatt der Israelitischen Kultusgemeinde in München und des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden, 1925-1937. Landesmuseum Münster/Sofer, Zvi (Hg.): Jüdisches Jahr, Jüdischer Brauch, Ausst.Kat., Münster 1972, Kat. 101, S. 65. Sofer, Zvi (Hg.): Jüdischer Alltag, Jüdischer Festtag, Ausst.Kat. Lübeck/Duisburg/Hannover 1975, Nr. 101, S. 60. Die Sammlung Zvi Sofer, Ausst.Kat., Hameln 1980, Nr. 174, S. 64. Foerster, Cornelia/Deneke, Bernward: Siehe, der Stein schreit aus der Mauer : Geschichte und Kultur der Juden in Bayern ; eine Ausstellung, veranstaltet vom Germanischen Nationalmuseum und vom Haus der Bayerischen Geschichte im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg 25.10.1988 - 22.1.1989, 1988 Nürnberg, S. 359. Bendt, Vera: Judaica-Katalog, Kat. Berlin-Museum / Abteilung Jüdisches Museum, Berlin: Jüdisches Museum 1989, Nr. 285, S. 373-374. 50 Jahre Landesverband der IKG in Bayern (1947-1997). Rückblick und Ausblick, München 1997. Dering, Florian: M. T. Wetzlar. Silberschmiede in München. Gegründet 1875 - Arisiert 1938, Aust.Kat., München 2014, S. 159.
Ankauf aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Der Becher hat eine runde Standfläche. Die gradlinige Wandung mit glatter Oberfläche wird gleichmäßig nach oben hin etwas breiter. Die relativ dicke Wandung ist jeweils am unteren und am oberen Rand umlaufend mit dünnen, gravierten Linien verziert. Direkt unterhalb des Lippenrandes befinden sich zwei parallel zueinander angelegte, umlaufende gravierte Linien. Auf der Vorderseite befindet sich eine gravierte Inschrift (s. Inschrift).

Als erster Landesverband jüdischer Gemeinden in Deutschland wurde am 20. April 1920 der Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden (VBIG) gegründet. Die Aufgabe des Vereins bestand darin, die Alleinvertretung der jüdischen Gemeinschaft nach außen und die Pflege der religiösen, kulturellen und sozialen Angelegenheiten intern zu vertreten. Es ist nicht bekannt, wem dieser Becher geschenkt wurde.

Dieser Becher war Teil der Sammlung Zwi Sofer, die 1981 für die Jüdische Abteilung des Berlin Museums erworben wurde und sich heute im Jüdischen Museum Berlin befindet. Da die Provenienz des Objekts zwischen 1933 und 1945 Lücken aufweist, ist das Jüdische Museum Berlin bemüht diese durch gezielte Recherchen aufzuklären.

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