Abgabeliste für Silbersachen von Kurt Polley (1898-1943)

DOK 91/18/30
Archiv
Papier, Bleistift
Berlin 7.7.1939
Höhe: 29.9 cm Breite: 21.1 cm
Schenkung von Rosalie Gehrike
Formloses Schreiben, maschinenschriftlich mit handschriftlichen Ergänzungen.

Im Juli 1939 mußte Kurt Polley gemäß der Dritten Anordnung auf Grund der Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden Wertsachen aus Edelmetall abgeben. Im § 1 der Anordnung heißt es: "Juden im Sinne der 1. Verordnung zum Reichsbürgergesetz ... müssen Gegenstände aus Gold, Platin oder Silber sowie Edelsteine und Perlen binnen zwei Wochen bei jenen öffentlichen Ankaufsstellen abliefern, die gemäß der Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens (vgl. RGBl I 1938, S. 1709ff und RGBl I 1939, S. 37) eingerichtet worden sind."
Für Kurt Polley hieß das, dass er eine silberne Taschenuhr und zwei silberne Essbestecke abzuliefern hatte.

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