Blatt 5 aus der Folge "Terezin. 6 Lithographien zu einem Kindergedicht aus Theresienstadt (Mif 1944)"

Roger Loewig (1930 - 1997)

GDR 86/140/0
Kunst
Druckgrafik
Kreidelithographie auf Umdruckpapier
Freiburg : Syrinx Presse 1968
Höhe: 29.9 cm Breite: 29.9 cm Blattmaß
u.r. (Bleistift): R. LOEWIG 68, 5; u.l. Ecke (Bleistift): 11/120; u.r. Ecke (Bleistift): 5
Roger Loewig Gesellschaft (Hg.): Roger Loewig. Das lithographische Werk 1965-1971, Bonn 1972 (Werknummer 102). Bendt, Vera: Judaica-Katalog, Kat. Berlin-Museum / Abteilung Jüdisches Museum, Berlin: Jüdisches Museum 1989, S. 112/113 (Kat.-Nr. 50).
Schenkung von Roger Loewig und Creszentia Troike-Loewig
Grotesk verzerrte nackte menschliche Gestalten stehen vor einer Mauer. Ihre Schatten fallen nach vorne.

Ausgehend von seiner eigenen Biographie setzte sich Roger Loewig von den frühen 1960er Jahren an mit den Schrecken des Zweiten Weltkrieges, der nationalsozialistischen Rassenpolitik und insbesondere der Schoa auseinander.

Die 1968 veröffentlichte Mappe "Terezín" geht von dem 1959 von Jüdischen Museum Prag veröffentlichten Band "Kinderzeichnungen und Gedichte aus Theresienstadt 1942-1944" aus. Loewig schreibt im Vorwort der Mappe "Der Zeichner konnte nicht loskommen von der grauenvollen Tatsache, daß die Kinderautoren den Weg nach Auschwitz gehen mußten, um dort zu verderben. Er, den Toten gleichaltrig, mühte sich ein Vierteljahrhundert später ihren Gedichten etwas an die Seite zu stellen, das wieder ausgräbt, was schnell dahngleitende Zeitenläufe als zu Vergessendes zuschütten."

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