Max Haller

5.3.1892 in Haynau bei Lignitz
13.9.1960 in Berlin
Max Meir Haller wurde am 05.03.1892 als Sohn des Religionslehrers und Kantors Josef Haller (1853-1938) und seiner Frau Auguste Golde geb. Galewsky (1855-1920) in Haynau, Kreis Goldberg (Schlesien) geboren. Nach der mittleren Reife ging er nach Hamburg, um auf der Vulkanwerft eine dreijährige Ausbildung in Maschinen- und Schiffsbau, Kesselschmiede und Mechanik zu absolvieren. Der Gesellenprüfung im Jahr 1911 folgte die Arbeit auf verschiedenen Schiffen der Handelsmarine zur See. 1913 wurde Max Haller zur Kaiserlichen Marine in Kiel eingezogen, den Beginn des Krieges erlebte er an Bord der S.M.S. Preußen. 1916 meldete sich Max Haller freiwillig zum Dienst auf Unterseebooten und kam nach entsprechender Ausbildung auf die U.C. 22, wo er bis Ende 1918 blieb. Seit 1919 war er als Betriebsleiter der Maschinenfabrik R. Dahl in Berlin. Am 08.11.1921 heiratete er Katarina (Käte) Haller (Mlitz 12.04.1899-23.10.1994), aus der Ehe gingen die Töchter Golde (später: Goldie) und Inge (später: Dinah) hervor. 1930 wagte Max Haller mit einem Elektro- und Radiogeschäft in Berlin-Friedenau den Sprung in die Selbständigkeit. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten entschloss sich die Familie Haller zur Emigration, schon im September 1933 wanderte sie nach Palästina aus. Bis 1941 fuhr Max Haller zunächst als Maschinist und später als Leitender Ingenieur auf Handelsschiffen der Marine, u.a. auf der S.S. Dora und der Kallirhoe, bis er 1941 direkt in die Dienste der Admiralität wechselte und bis 1946 als Technischer Leiter des Royal Naval Armament Depot in Ismailia, Ägypten tätig war. Zwei Jahre arbeitete er dann als Leitender Ingenieur beim Sea Transport Officer in Haifa. Bei der Gründung des Staates Israel 1948 gab es dort neben Max Haller nur noch zwei voll qualifizierte Marine-Ingenieure. Er trat daher mit 56 Jahren freiwillig in die Kriegsmarine ein und fuhr zwei Jahre auf einer Korvette. Bis 1953 blieb er der verantwortliche Ingenieur für die Seetüchtigkeit der Kriegs- und Hilfsschiffe. Danach verließ er die Armee im Rang eines Kapitäns zur See und fuhr bis 1957 auf verschiedenen Schiffen der israelischen Handelsmarine zur See. Der schlechter werdende Gesundheitszustand Käte Hallers zwang das Ehepaar zur Rückkehr in gemäßigtes Klima, sie kehrten 1958 nach Deutschland zurück. Wenig später starb Max Haller achtundsechzigjährig in Berlin und wurde auf dem Friedhof Berlin-Weissensee beigesetzt.
Alle Objekte zu dieser Person

Wissen Sie mehr zu diesem Objekt?
Haben Sie vielleicht einen Fehler gefunden?

Schreiben Sie uns:

Nach oben springen