Klaus Jürgen Aschner

10.6.1920 in Danzig
(zwischen 2012 und 2015) in Berlin
Klaus-Jürgen Aschner wurde am 10. Juni 1920 in Danzig-Langfuhr geboren während seine Eltern sich auf einer Gastspielreise zur Waldoper im Seebad Zappot befanden. Sein Vater war der Opernsänger und -direktor Max Aschner. Seine Mutter Elisabeth Aschner geb. Möller (1898-1940) war Christin. Bis 1924 lebte er mit seiner Familie in Königsberg, danach siedelte die Familie nach Berlin um. Dort lebten Sie zunächst am Hackeschen Markt, dann in Friedenau und schließlich ab 1930 in Siemensstadt. Er besuchte erst das Helmholtz-Gymnasium und dann die Friesenoberrealschule, musste diese jedoch 1934 verlassen. Er machte eine Lehre bei der Damenkonfektionsfirma A. Hahn in Berlin und wurde 1937 zum Reichsarbeitsdienst einberufen. Klaus-Jürgen Aschner heuerte 1941 beim Circus Busch als Pressesekretär und wechselte später zu einer reisenden Artistengruppe. Bei einer Tournee durch Frankreich versuchte er nach Spanien zu fliehen, wurde jedoch gefasst. Man hielt ihn für einen Deserteur der Wehrmacht. Ein nachsichtiger Oberst stellte ihm einen Marschbefehl nach Hamburg aus, wo er als Seemann dienstverpflichtet wurde. Nach einiger Zeit übernahm er Verwaltungsaufgaben als Kapitänleutnat V. Im März 1945 fand ein Kollege heraus, dass Aschners Vater Jude war. Aschner stellte sich in seiner Funktion als Kapitänleutnant einen Marschbefehl nach Tirol aus, in der Hoffnung durch die anmarschierenden alliierten Truppen in Sicherheit gebracht zu werden. Von der französisch besetzten Zone Österreichs (Lienz) kam Klaus-Jürgen Aschner einige Monate später in das DP-Lager Jordanbad. Ende 1945 entschied er sich zu studieren und ging nach München, wo er sich für Medizin und später auch Theaterwissenschaften einschrieb. Beide Studiengänge schloss er nicht ab. Als Student arbeitete er beim Bayerischen Hilfswerk sowie bei der IRO in verschiedenen DP-Lagern und war beim Studententheater aktiv. 1948 heiratete er Elisabeth Kallus. Um 1950 heuerte er wieder als Zahlmeister in der Schifffahrt an, nun auf der "Fairsea", einem Passagierschiff, welches unter der Aufsicht der IRO DPs von Italien nach Australien brachte. Aschner wurde australischer Staatsbürger und schrieb sich bei den Australian Armes Forces ein. Von 1954 bis 1959 war er als Officer for Native Affairs in Port Moresby stationiert. In den folgenden Jahren arbeitete er als Cargo Inspector bei der European/ South Pacific and Magellan Conference. Er unternahm außerdem lange Reisen zu Land und auf See durch Asien und Südamerika. 1965 heiratete er Marion Hochfeld (1927-1978)und 1969 ließ er sich wieder in der Bundesrepublik nieder. Bis Mitte der 80er Jahre war er in Hamburg ansässig und begann sich in der internationalen Kindernothilfe zu engagieren. 1984 kaufte er ein Haus in Irland, wo er ab 1987 mit seiner letzten Lebensgefährtin Jutta (gest. 2001) lebte. In seinen letzten Jahren lebte Klaus-Jürgen Aschner dann wieder in Berlin.
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